SWTAL: E-Mobilität und 3D-Druck

SWTAL mit hochkarätigen Referenten – Neue Perspektiven für heimische Zulieferer

Dem Verbrennungsmotor Adieu zu sagen, fällt nicht nur den großen deutschen Automobilherstellern schwer, sondern auch den tausenden von Zulieferern, die am „Tropf“ der Automobilisten hängen. Auch im aktuellen Innovationsranking des Center of Automotive Management (CAM) berichtet die Süddeutsche Zeitung, bei Innovationen spiele „der Verbrennungsmotor eine immer geringere Rolle“. Eine komplette Industrie hat sich auf umwälzende Veränderungen in ihrem täglichen Geschäft einzustellen.

Die Südwestfälische Technologieausstellung Lüdenscheid (SWTAL), der Messe für Metall- und Kunststoffverarbeitung, öffnet am 27.09.2018 ihre Pforten in Lüdenscheid. Mehrere tausend Besucher werden wieder am Ausstellungsgelände Loh erwartet. Diesmal lockt die Veranstalterin mit hochkarätigen Rednern zum Thema E-Mobilität – Chancen für die heimische Zulieferindustrie.

 

Den Auftakt gestaltet Dr.-Ing. Johannes Triebs von der RWTH aus Aachen. Er referiert am Donnerstag, 27. September ab 9:45 Uhr im Speakers Corner Messe über Streetscooter und e.Go, die E-Modelle, die aktuell den Markt umkrempeln. Der Oberingenieur am Lehrstuhl für Produktionsmanagement der RWTH Aachen wird in seiner Rede über Erfahrungen in der Entwicklung von Mobilitätskonzepten und seine Prognosen für die Zukunft sprechen. Ganz besonders für Automobilzulieferer aus dem Mittelstand ein richtungsweisendes Thema, denn auf sie kommen mit dem Fortschritt eine Vielzahl an Umstellungen zu, auf die es sich vorzubereiten gilt.

Die Vielfalt der Elektromobilitätskonzepte steigt stetig und der Dr.-Ing. Johannes Triebs ist einer der Verantwortlichen für diese Entwicklung. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Mobilitätskonzepten der Zukunft und den damit einhergehenden Herausforderungen, für Hersteller sowie Zulieferer gleichermaßen. Sein Team kann bereits auf große Erfolge im Bereich der Elektromobilität zurück blicken, beispielsweise die Entwicklung des rein elektrisch betriebenen Transportfahrzeugs „StreetScooter“ für die Deutsche Post. Die Forschungsgruppe kann sich getrost als eine treibende Kraft in der Entwicklung und Verwirklichung neuer Mobilitätskonzepte bezeichnen.

Noch 2016 gab es nur rund 25.500 Elektrofahrzeuge in Deutschland. Bis 2020 soll der Bestand um mehr als 3800% auf eine Million zugelassene Fahrzeuge steigen. Damit soll also in der gesamten Automobilindustrie ein Wandel in die Wege geleitet werden. Mit der Veränderung und Priorisierung hin zur neuen Antriebstechnologie ändert sich selbstverständlich auch viel bei der Bauweise und Konzeption der Fahrzeuge selbst. Viele bereits bestehende Komponenten müssen neuen Einsatzanforderungen gerecht werden. Gleichzeitig müssen aber auch viele neue Teile entwickelt und hergestellt werden. Damit gewinnen auch andere vielfältige und individuellere Fertigungsverfahren wie zum Beispiel die additive Fertigung im Prototyping noch mehr an Bedeutung.

Auch das autonome Fahren wird mit den Elektromobilitätskonzepten der Zukunft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Aachener Forschungsgruppe hat in dieser Technologie bereits große Fortschritte gemacht und einen selbstfahrenden Kleinbus entwickelt, der ab Juli dieses Jahres in Serie produziert wird. Sie setzen mit diesem neue Maßstäbe in der gesamten Fahrzeugtechnologie. Die Prioritäten in der Entwicklung wie zum Beispiel bei der Gestaltung des Innenraums haben sie neu gedacht. Die Bedeutung des Fahrercockpits wurde der des Passagierraums untergeordnet und somit ein ganz neues Erlebnis der Fortbewegung geschaffen, bei der Komfort für die Passagiere auf eine grundlegend neue Weise in den Vordergrund gestellt wird.

Durch Dr.-Ing. Johannes Triebs Wissen bekommen die Besucher zum Auftakt der Messe einen Ausblick in die Zukunft unserer Mobilität und darauf welche Produktionsverfahren, gerade unter dem Aspekt die Elektromobilität für jedermann erschwinglich zu machen, an Bedeutung gewinnen werden. Weitere Fachvorträge mit insgesamt fünf Toprednern gibt es an allen drei Messetagen der SWTAL. Informationen zu den Fachvorträgen gibt es unter www.swtal.de.

SWTAL Presse